But hey!

Schon wieder ein neuer Song! Im Moment bin ich im Flow. Das Stück „But hey“ habe ich diese Woche geschrieben und gestern erstmals mit Jürgen bei der Probe gespielt. Die Aufnahme, die ihr hier zu hören bekommt, klingt natürlich noch etwas ungeschliffen. Ich stolpere etwas durch die ausufernde Akkordlandschaft. Das geforderte Multitasking von Gitarrenspiel, Gesang und richtiger „th“-Aussprache ist sicher noch ausbaufähig.

Andererseits vermittelt dieser rohe „First Take“ schon ganz gut, was mir vorschwebt mit „But hey!“. Wahrscheinlich unser härtester Song – so far. Oh Sun! goes Headbanging! Hoffentlich bald auch wieder mit Bass und richtiger Lead Guitar.

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug


But hey!  (Text + Musik: Roland Grimm)

Easy-going is not your style
You see a danger every mile
There is a war between the haters
A war between the lovers too

While all your fears came and went
You sat there frozen, without a friend
You should come over
Come lace your shoes!

A lot of things can happen on your way
Bad things will happen, but hey!

To all lame folks, to all the resting
You need some courage investing
You fear infection?
Here`s your vaccine!

What are you waiting, my careful son?
What is to loose, that can`t be rewon?
There is a killer on the road
But that doesn`t matter

A lot of things can happen on your way
Bad things will happen, but hey!

A lot of things can happen today
There`s still some time to find your way
„There is a killer on the road“, Jim Morrison said
But hey!

Easy-going is not your style
You see a danger every mile
There is a war between the haters
A war between the lovers too

While all your fears came and went
You sat there frozen, without a friend
You should come over
Come lace your shoes!

A lot of things can happen on your way
Bad things will happen, but hey!

A lot of things can happen today
There`s still some time to find your way
„There is a killer on the road“, Jim Morrison said
But hey!

© 2021 Roland Grimm

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Ganz neue Knäuel

Gedanken in Knäueln“ ist einer dieser Songs, den Jürgen und ich im Verlauf des letzten Jahres kaum noch gespielt haben. In unserer durch Corona erzwungenen Duo-Formation hatte das Stück nie so recht gezündet. Ohne Bass und Solo-E-Gitarre fehlte der richtige Drive. Da es keinen Spaß machte, ließen wir es irgendwann ganz sein.

Doch dann überraschte mich vor ein paar Wochen meine Bekannte Mira Teichmann mit einem ihrer neuen Bilder. Die Duisburger Künstlerin hatte sich durch den Text von „Gedanken in Knäueln“ inspirieren lassen und das Thema „auf Leinwand“ gebannt. „Ausgerechnet dieses Stück? Das spielen wir doch gar nicht mehr“, war mein erster Gedanke. Doch dann war ich plötzlich selbst inspiriert.

Unser Song „Gedanken in Knäueln“ – illustriert von Mira Teichmann.

Ich setzte mich also zu Hause hin und arrangierte das Stück einfach um. Der Text ist weitgehend erhalten geblieben – nur ein bisschen gekürzt. Aber den alten Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Aufbau habe ich über Bord geworfen, und bei Akkorden und Rhythmus blieb kein Stein auf dem anderen. Ein Komplettumbau sozusagen, und im Prinzip ein völlig neuer Song. Wir spielen ihn jetzt wieder bei jeder Probe und haben Spaß dabei. Danke Mira!

Wir freuen uns schon darauf, das Stück in ein paar Monaten vielleicht auch mal wieder in voller Bandbesetzung proben zu können. Bis es so weit ist, bleiben nur unsere Duoaufnahmen. Hier ein Mitschnitt von den „neuen Knäueln“ – aufgenommen bei der gestrigen Probe.

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug


Gedanken in Knäueln (Text + Musik: Roland Grimm)

Es geht immerzu weiter
Und führt nirgendwo hin
Manchmal wolkig, mal heiter
Meistens ohne viel Sinn

Soviel Schweiß und Getöse
Soviel Fleiß, soviel Schwung
Manche sammeln Erlöse
Alle woll`n Erlösung

Inventur der Momente
Heut` noch gar nicht gelacht
Quetsch `ne Prise Vergnügen
Zwischen sechs und halb acht

Das ganze lange Leben
Ist wie ein Techno-Song
Man bleibt am Rhythmus kleben
Und der ist unbeweglich wie Beton

Und es geht immerzu weiter
Ein Tempo, das niemals stoppt
Du singst vom „Goldenen Reiter“
Ein and´rer dopt sich einfach wie bekloppt

Kommt jetzt endlich `ne Bridge?
Oder mal ´n´ Refrain?
Klar, ich weiß es ist Kitsch
Doch bitte sag` nur einmal: Yes, we can

Manchmal find` ich mich echt
In meinem Kopf nicht zurecht
Da lodert kein Feuer
Und dann seh ich halt schlecht
Lauf gegen Wände
Hole mir Beulen
Gedanken in Knäueln
Gedanken in Knäueln

© 2008/2021 Roland Grimm

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Guitar Goddess

Gestern habe ich mal wieder einen neuen Song mit in den Proberaum gebracht. Titel: „Guitar Goddess“. Den Songtext findet ihr weiter unten.

She`s a Guitar Goddess … And she holds a Fender Strat in her hand.“  Foto: Pixabay

Unsere ersten Versuche in Corona-bedingter Duo-Besetzung (Gitarre, Schlagzeug) klangen auch schon recht vielversprechend. Trotzdem hakte es noch hier und da. Kein Wunder: Der Song war ja insbesondere für Jürgen komplett neu.

Trotzdem möchte ich hier schon mal was veröffentlichen. Wer weiß, wann wir das nächste Mal die Gelegenheit dazu haben. Die nächste Lockdown-Verschärfung scheint ja vor der Tür zu stehen. Am Anfang der Probe habe ich Jürgen „Guitar Goddess“ einmal komplett vorgespielt – ganz allein, nur mit Gitarre. Diesen „First Take“ gibt es hier nun zu hören. Natürlich noch unperfekt. Habt Nachsicht, Leute! Ich hatte das vorher auch noch nie laut gesungen. Zu Hause denke ich immer an die Nachbarn und bin daher zu gehemmt …


Guitar Goddess  (Text + Musik: Roland Grimm)

She is a young woman
With a young fresh sound
She stands with two feet
On the vibrating ground
Of the rehearsal room
Nearby the band
And she holds a Fender Strat in her hand

She`s a Guitar Goddess
She plays the guitar
She hasn`t done so much more in her life
So far
She`s a Guitar Goddess
She plays the guitar
She got a bunch of pedals on the back seat
Of her car

She seems to be shy
Doesn`t talk so much
She speaks through the music
That brought her in touch
With those who accept her
As part of the band
When she holds a Fender Strat in her hand

She`s a Guitar Goddess
She plays the guitar
She hasn`t done so much more in her life
So far
She`s a Guitar Goddess
She plays the guitar
She got a bunch of pedals on the back seat
Of her car

She wasn´t the coolest
A Wallflower at school
She knew what she wanted
Ignored every fool
She practiced in secret
But in the end
Appeared with a divine Strat in her hand

She`s a Guitar Goddess
She plays the guitar
She hasn`t done so much more in her life
So far
She`s a Guitar Goddess
She plays the guitar
She got a bunch of pedals on the back seat
Of her car

She`s a Goddess, yeah!
She`s a Goddess, yeah!
She`s a Goddess, yeah!
She`s a Goddess

© 2021 Roland Grimm

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Kipppunkt

Warten auf den Kipppunkt: Dann ist die Erde zwar noch rund,
doch meine heile Welt im Schwund.  Foto: Pixabay

Beim letzten Post hat ja noch was gefehlt. Genau: Musik zum neuen Song „Kipppunkt“. Hier also eine (logischerweise noch etwas ungeschliffene) Aufnahme von der letzten Probe. Corona-bedingt („Wort des Jahres“?) leider wieder nur mit einer E-Gitarre und Schlagzeug.

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug


Kipppunkt (Text + Musik: Roland Grimm)

Kipppunkt
Warten auf den Kipppunkt
Kipppunkt
Ich glaub jetzt kommt der Kipppunkt
Kipppunkt
Wir starren auf den Kipppunkt
Kipppunkt
Das ist dann wohl der  Kipppunkt

Dann ist die Erde zwar noch rund
Doch meine heile Welt im Schwund

Kippen auf der Straße
Ich hasse Kippen auf der Straße
Das sag ich nicht ohne Grund
Da werd` ich Spießer. Punkt.

Kipppunkt
Emotionaler Kipppunkt
Kipppunkt
Dazwischen funkt der Kipppunkt
Kipppunkt
Wir stehen gerad` am  Kipppunkt
Kipppunkt
Noch ein Schritt bis zum Kipppunkt

Dann ist die Erde zwar noch rund
Doch meine heile Welt im Schwund

Und ich liebe heiße Frauen
Oh yes! Ich liebe heiße Frauen
Doch wenn sie qualmen regelrecht
Dann finde ich das eher schlecht

Das ist der Kipppunkt
Vorhersehbarer Kipppunkt
Dann ist die Erde zwar noch rund
Doch meine heile Welt im Schwund
Kipppunkt
Warten auf den Kipppunkt
Dann ist die Erde zwar noch rund
Doch meine heile Welt im Schwund

Kipppunkt
Kipppunkt
Kipppunkt
Kipppunkt

© 2020 Roland Grimm

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Andere Zeit

Oops! … We did it again“: Jürgen und ich waren gestern schon wieder im Proberaum – und das in coronalen Zeiten! Diesmal haben wir uns sogar an einem neuen Song versucht, den ich erst diese Woche geschrieben habe: Andere Zeit. Nach einem Probedurchlauf haben wir das Stück mit dem Zoom-Digitalrekorder aufgenommen – eigentlich nur als Reminder.

Heute habe ich dann eine Weile überlegt, ob ich diesen „First take“ hier tatsächlich schon veröffentlichen sollte. Der Mitschnitt ist natürlich alles andere als perfekt. Vor allem war der Gesang leider zu leise eingestellt, sodass der Text wahrscheinlich nicht so gut verständlich ist.

Aber hey! Wir leben in unsicheren Zeiten, und wer weiß, wann und ob wir wieder Gelegenheit haben, den Song als Band weiterzuentwickeln. Also haue ich den Scheiß hier jetzt einfach mal raus!

Zumal es ja irgendwie auch ein Corona-Song ist. Die Lyrics gibt es unten natürlich wie immer zum mitlesen. Dann könnt ihr beim nächsten Mal sogar schon mitsingen, wenn wir an dieser Stelle noch mal eine filigranere Version veröffentlichen …

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug


Andere Zeit  (Text + Musik: Roland Grimm)

Bittere Pillen
Bad news en masse
Wutbürger wüten
Überall Hass

Trotz Dominanz der Dunkelheit
Das Prinzip Hoffnung bleibt gescheit

Hey Leute, es kommt auch mal `ne andere Zeit
Hey Leute, es kommt auch mal `ne andere Zeit
Wir werden fühlen ohne Hass und Neid
Wir werden lieben ohne Bitterkeit
Wir werden uns berühren
In einer anderen Zeit

Tödliche Nähe
Social distance
Liebe und Frieden
Haben keine Fans

Trotz Dominanz der Dunkelheit
Das Prinzip Hoffnung bleibt gescheit

Hey Leute, es kommt auch mal `ne andere Zeit
Hey Leute, es kommt auch mal `ne andere Zeit
Wir werden fühlen ohne Hass und Neid
Wir werden lieben ohne Bitterkeit
Wir werden uns berühren
In einer anderen Zeit

Du fragst: Hey Mann, wie soll es weitergehen?
Du sagst: Rien ne va plus
Und ich sag: Baby, es ist nicht zu spät
Wir waren einfach nur zu früh

Hey Leute, es kommt auch mal `ne andere Zeit
Hey Leute, es kommt auch mal `ne andere Zeit
Wir werden fühlen ohne Hass und Neid
Wir werden lieben ohne Bitterkeit
Wir werden uns berühren
In einer anderen Zeit

© 2020 Roland Grimm

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Musik ist Trumpf

Im Juli 2019 hatte ich in diesem Blog das GedichtAn einem Samstag in der Stadt“ veröffentlicht. „Vielleicht wird irgendwann ja sogar ein Song daraus“, hatte ich dazu geschrieben. Und tatsächlich: Ein paar Monate später habe ich den Text leicht überarbeitet und ein Stück Musik daraus gemacht. Recht „heavy“ für unsere Verhältnisse. „Unser Helter Skelter“, wurde im Proberaum gescherzt.

Zwischen riesigen Menschentrauben – tummeln sich tausende Tauben“.  Foto: Pixabay

Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten ist uns bei der gestrigen Probe eine Aufnahme gelungen, die noch etwas holprig klingt, aber doch gut genug ist, um an dieser Stelle als erste Skizze des Songs veröffentlicht zu werden. Damit ihr endlich mal wieder was Neues von uns hört, wo es in den letzten Monaten doch ziemlich still um Oh Sun! geworden war.

Das wollen wir im neuen Jahr ändern und demnächst auch unbedingt mal wieder live auftreten. Dazu gibt es an dieser Stelle hoffentlich schon bald mehr Infos. Bis dahin hört „An einem Samstag in der Stadt“ (Take One):

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre
Jan Gaža: Bass + Background-Gesang
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug


An einem Samstag in der Stadt  (Text + Musik: Roland Grimm)

An einem Samstag in der Stadt
Die City voll, Schuhsohlen platt
Vom vielen laufen, um zu kaufen
Ich seh` Wespen in Softdrinks ersaufen
Ich muss da durch und hab es satt
An einem Samstag
An einem Samstag in der Stadt

Dass heute wieder viele Paare
An diesem Ort suchen nach Ware
Das bremst mich aus und macht mich träge
Paare sind die Lkw uns`rer Fußwege
Ich muss da durch und hab es satt
An einem Samstag
An einem Samstag in der Stadt

Mir ist heut nicht nach Bad in der Menge
Ich suche das Weite und hasse die Enge
Bin irgendwie hier reingeraten
Muss hinter bummelnden Shopping-Fans warten
Ich muss da durch und hab es satt
An einem Samstag
An einem Samstag in der Stadt

Zwischen riesigen Menschentrauben
Tummeln sich tausende Tauben
Wie im Schlaraffenland fliegen sie tief
Doch der Vergleich ist leider schief
(Es sind ungebratene Tauben!)
Ich muss da durch und hab es satt
An einem Samstag
An einem Samstag in der Stadt

An einem Samstag in der Stadt
Bin ich der Typ, der keine Tüten hat
Hab nichts gekauft, die Hände frei
Laufe im Zickzack an Menschen vorbei
Will einfach raus – so what?
An einem Samstag
An einem Samstag in der Stadt

© 2019 Roland Grimm

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Anziehend again

Vor zwei Wochen habe ich an dieser Stelle einen ersten Proberaum-Mitschnitt unseres neuen Songs „Anziehend“ veröffentlicht. Es waren zwar alle vier Mitglieder von Oh Sun! dabei, aber ich konnte wegen Handproblemen leider keine Gitarre spielen. Gestern nun war mal wieder Probe, und wir haben bei „Anziehend“ erneut das Band mitlaufen lassen. Hier könnt ihr euch auch diese Version anhören. Leider musste diesmal unser Bassist krankheitsbedingt passen, dafür gibt es auf der neuen Version jetzt zwei E-Gitarren. Klingt entsprechend etwas wuchtiger.

 

Aufnahme im Proberaum: Bassist Jan war diesmal leider nicht dabei – dafür ist er auf diesem Foto.

Aufnahme im Proberaum: Bassist Jan war diesmal leider nicht dabei – dafür ist er auf diesem Foto.

 

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Drums


Anziehend (Text + Musik: Roland Grimm)

Ich finde dich an Supermarktregalen
Ich find dich an der Kasse beim Bezahlen
Ich find dich an der Straßenbahnstation
Ich find dich überall hier wo ich wohn

Ich weiß nicht was du machst und wie du heißt
Ich weiß nicht ob du sanft bist oder beißt
Ich find es wäre Zeit dich mal zu fragen
Ich finde keinen Mut direkt zu sagen:

Ich finde dich anziehend
Und möchte dich ausziehen
Ich finde dich anziehend
Und möchte dich ausziehen
Hör auf an deiner Kippe zu ziehen
Komm lass uns einfach losziehen
Ich finde dich anziehend

Ich finde dich vorm Haus mit Zigarette
Ich lach dich an, wir strahlen um die Wette
Ich lass es heute darauf nicht beruhen
Ich find es wäre gut, wenn wir es tun

Ich finde dich anziehend
Und möchte dich ausziehen
Ich finde dich anziehend
Und möchte dich ausziehen
Hör auf an deiner Kippe zu ziehen
Komm lass uns einfach losziehen
Ich finde dich anziehend

Anziehend
You make my heart sing
Anziehend
You make my heart sing
Anziehend
You make my heart sing
Anziehend
Ich möchte dich ausziehen

© 2018 Roland Grimm

 

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Anziehend

Schon November? 2018 ist an Oh Sun! einfach nur so vorbeigerauscht! Das Jahr hat gefühlt nur vier oder fünf Monate gedauert. Nachdem wir uns 2017 fast schon Konzertroutine angeeignet hatten, waren wir im ersten Halbjahr dieses Jahres etwas träge. Allerdings mussten wir auch unseren neuen Bassisten einarbeiten. Im Sommer hatten wir dann plötzlich doch zwei Live-Auftritte, aber danach war wieder Ebbe. So wird es wohl bis zum Jahresende bleiben. Aber 2019 soll sich das ändern. Das haben wir uns zumindest vorgenommen.

Immerhin war ich kürzlich mal wieder kreativ und habe einen neuen Song geschrieben. Anfang November fiel mir sehr spontan „Anziehend“ ein – am Tag nach einem Konzertbesuch, der mich offenbar inspiriert hatte. Der Refrain und die erste Strophe waren ungefähr nach einer halben Stunde fertig. Ein „Quickie“ also, aber das sind meist die besten Stücke. Am Ende von „Anziehend“ zitieren wir einen weltbekannten Rockklassiker. Das passte inhaltlich und wegen des Gitarrenriffs einfach so gut …

„Ich finde dich anziehend – und möchte dich ausziehen.“    Foto: Pixabay

Ich finde dich anziehend – und möchte dich ausziehen.“   Foto: Pixabay

Letzten Freitag haben wir im Proberaum das Aufnahmegerät mitlaufen lassen. Deshalb kann ich euch jetzt hier eine Hörprobe von „Anziehend“ präsentieren. Klingt vielleicht noch etwas holprig, aber wir bleiben dran! Auf jeden Fall macht der Song Spaß und wird in Zukunft sicher noch rockiger klingen, weil dann eine zweite E-Gitarre dazukommt. Ich hatte nämlich diese Woche Schmerzen in der rechten Hand und habe deshalb schweren Herzens aufs Gitarrespielen verzichtet.

 

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre
Jan Gaža: Bass
Roland Grimm: Gesang
Jürgen Langer: Drums


Anziehend (Text + Musik: Roland Grimm)

Ich finde dich an Supermarktregalen
Ich find dich an der Kasse beim Bezahlen
Ich find dich an der Straßenbahnstation
Ich find dich überall hier wo ich wohn

Ich weiß nicht was du machst und wie du heißt
Ich weiß nicht ob du sanft bist oder beißt
Ich find es wäre Zeit dich mal zu fragen
Ich finde keinen Mut direkt zu sagen:

Ich finde dich anziehend
Und möchte dich ausziehen
Ich finde dich anziehend
Und möchte dich ausziehen
Hör auf an deiner Kippe zu ziehen
Komm lass uns einfach losziehen
Ich finde dich anziehend

Ich finde dich vorm Haus mit Zigarette
Ich lach dich an, wir strahlen um die Wette
Ich lass es heute darauf nicht beruhen
Ich find es wäre gut, wenn wir es tun

Ich finde dich anziehend
Und möchte dich ausziehen
Ich finde dich anziehend
Und möchte dich ausziehen
Hör auf an deiner Kippe zu ziehen
Komm lass uns einfach losziehen
Ich finde dich anziehend

Anziehend
You make my heart sing
Anziehend
You make my heart sing
Anziehend
You make my heart sing
Anziehend
Ich möchte dich ausziehen

© 2018 Roland Grimm

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Gedanken in Knäueln

Der Bassist war verhindert“: Das hatte ich vor rund einem Monat beim letzten Blog-Eintrag anlässlich unserer ersten Aufnahme des brandneuen Songs „Genauso leben wir“ geschrieben. Es war nur die halbe Wahrheit, denn tatsächlich hat Oh Sun! im Augenblick (mal wieder) gar keinen Bassisten. Solange das so bleibt, machen wir aus der Not eine Tugend und sprechen nun einfach von einer „Entschlackung des Sounds“.

Schwer zu fassen: Das Leben ist manchmal eine ziemlich verwickelte Angelegenheit. Foto: Pixabay

Schwer zu fassen: Das Leben ist manchmal eine ziemlich verwickelte Angelegenheit. Foto: Pixabay

Bei einer Probe von  „Gedanken in Knäueln“ haben wir die neue Reduktion jetzt auf die Spitze getrieben und den Song nicht nur ohne Bass, sondern auch ohne meine Rhythmusgitarre gespielt. Also nur mit Thomas an der E-Gitarre und Jürgen am Schlagzeug. Oh Sun! naked – sozusagen. Das Aufnahmegerät im Proberaum lief mit, und deshalb könnt ihr euch diese Version nun hier anhören.

Gedanken in Knäueln“ habe ich schon 2008 geschrieben – lange bevor es Oh Sun! gab. In der Urversion war es aber ein langsamer, melancholischer Song im Dreivierteltakt. 2016 habe ich den Text des Refrains etwas umgeschrieben und die Musik komplett verändert. Jetzt ist es ein klassisches Gitarrenriff-Rockstück. Viel Spaß beim Hören!

 

 

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre
Roland Grimm: Gesang
Jürgen Langer: Drums


Gedanken in Knäueln (Text + Musik: Roland Grimm)

Es geht immerzu weiter
Und führt nirgendwo hin
Manchmal wolkig, mal heiter
Meistens ohne viel Sinn

Soviel Schweiß und Getöse
Soviel Fleiß, soviel Schwung
Manche sammeln Erlöse
Alle wollen Erlösung

Das ganze lange Leben
Ist wie ein Techno-Song
Man bleibt am Rhythmus kleben
Und der ist unbeweglich wie Beton.

Manchmal find` ich mich echt
In meinem Kopf nicht zurecht
Da lodert kein Feuer
Und dann seh ich halt schlecht
Lauf gegen Wände, hole mir Beulen
Gedanken in Knäueln

Inventur der Momente
Heut` noch gar nicht gelacht
Quetsch `ne Prise Vergnügen
Zwischen sechs und halb acht

Kommt jetzt endlich `ne Bridge?
Oder mal ein Refrain?
Klar, ich weiß es ist Kitsch
Doch bitte sag nur einmal „Yes we can“

Das ganze lange Leben
Ist wie ein Techno-Song
Man bleibt am Rhythmus kleben
Und der ist unbeweglich wie Beton.

Manchmal find` ich mich echt
In meinem Kopf nicht zurecht
Da lodert kein Feuer
Und dann seh ich halt schlecht
Lauf gegen Wände, hole mir Beulen
Gedanken in Knäueln

Die Dinge sind schwer zu deuten
Man muss geduldig hinschauen
Doch unter eintausend Leuten
Gibt es nicht viele, die sich das noch trauen

Und es geht immerzu weiter
Ein Tempo, das niemals stoppt
Du singst vom „Goldenen Reiter“
Ein anderer dopt sich einfach wie bekloppt

Das ganze lange Leben
Ist wie ein Techno-Song
Man bleibt am Rhythmus kleben
Und der ist unbeweglich wie Beton.

Manchmal find` ich mich echt
In meinem Kopf nicht zurecht
Da lodert kein Feuer
Und dann seh ich halt schlecht
Lauf gegen Wände, hole mir Beulen
Gedanken in Knäueln

© 2008/2016 Roland Grimm

 

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Genauso leben wir

Das neue Jahr hat (musikalisch) gut begonnen. Erst wenige Wochen alt, und schon haben wir einen neuen Song im Kasten! In der ersten Januarwoche habe ich „Genauso leben wir“ geschrieben, Ende des Monats hat Oh Sun! dann erstmals damit im Proberaum herumexperimentiert. Dabei ist auch der Audiomitschnitt entstanden, den ihr weiter unten findet. Ein erster Versuch – nicht ganz ohne kleinere Patzer. Und nur mit Gitarren und Schlagzeug, der Bassist war verhindert.

„Ich sehe eine Jagd, ein gehetztes Tier. Und ich spüre tief in mir: Genauso leben wir.“     Foto: Pixabay

Ich sehe eine Jagd, ein gehetztes Tier. Und ich spüre tief in mir: Genauso leben wir.“ Foto: Pixabay

Inhaltlich schließt der Song ein wenig an unser Stück „Geh leben“ an, nicht nur wegen des ähnlichen Titels. Es geht im weitesten Sinn um das Unbehagen gegenüber einigen Facetten der modernen Gesellschaft. Um Lebensentwürfe, die gnadenlos auf äußeren Erfolg getrimmt werden, und ihre Kehrseite: Selbstentfremdung und innere Verarmung. Um das irgendwie unheimliche Gleichgeschaltet-Sein in unserer schönen neuen Leistungs-, Casting- und Smartphone-Welt. Doch hört am besten selbst.

 

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Drums


Genauso leben wir (Text + Musik: Roland Grimm)

Ich seh Menschen bei der Arbeit
Ihre Blicke sind so leer
Jeder scheint ein Niemand
Und niemand Irgendwer

Ich sehe eine Jagd
Ein gehetztes Tier
Und ich spüre tief in mir
Genauso leben wir

Ich seh Menschen auf der Straße
Ihre Blicke sind gesenkt
Alle starren nur auf Smartphones
Public Viewing – stark verengt

Ich sehe tote Masken
Ungehemmte Gier
Und ich spüre tief in mir
Genauso leben wir

Warum regst du dich nicht auf?
Warum bist du bloß so cool?
Merkst du nicht: Coolheit ist ein Korsett
Warum regst du dich nicht auf?
Warum bist du bloß so cool?
Merkst du nicht: Coolheit ist ein Korsett

Ich seh Menschen in der Glotze
Casting-Shows und Kuppelei
Alle wollen immer gefallen
Wer nicht gefallen muss ist frei

Ich sehe eine Jagd
Ein gehetztes Tier
Und ich spüre tief in mir
Genauso leben wir

© 2018 Roland Grimm

 

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