Oh Sun rockt!

In seinem Heimstudio hat Thomas diese „Wall of sound“ aufgetürmt.

Im Mai habe ich an dieser Stelle eine ziemlich rotzige Version unseres Uralt-„Hits“ Wall of sound veröffentlicht, die Jürgen und ich spontan im Proberaum gespielt hatten. Die war schon ziemlich cool. Jetzt aber hat Thomas diesen Track noch mal gehörig aufgepeppt und in seinem Corona-Heimstudio eine zusätzliche E-Gitarrenspur und eine Bass-Spur hinzugefügt. Nun rockt das Teil erst richtig! Hört am besten gleich mal rein!

Ihr könnt das Stück übrigens auch downloaden. Ehrlich gesagt wusste ich bis vor Kurzem selbst nicht, dass das auf meiner Website geht:) Thomas hat mich erst kürzlich darauf aufmerksam gemacht: Einfach mit rechter Maustaste auf den Player drücken und dann „Audio speichern unter“ wählen.

Auf diese Weise könnte ihr die Stücke auf dieser Website auch über die heimische Stereoanlage hören (am besten über Kopfhörer!). Das macht nämlich durchaus einen Unterschied, auch wenn unsere Proberaummitschnitte natürlich grundsätzlich kein HiFi sind. Aber zum Beispiel der Bass auf der neuen Aufnahme von „Wall of sound“ kommt über eine vernünftige Anlage wirklich besser.

An der Aufnahme waren beteiligt:
Tomas Auth: E-Gitarre (Lead) + Bass
Roland Grimm: E-Gitarre (Rhythmus) + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

A quick one

Spontaner Energieausbruch bei der letzten Probe: Jürgen und ich haben eine Art Punk-Version von „Wall of sound“ rausgehauen! Ohne vorherige Absprache. Eigentlich habe ich nur die Anfangsakkorde etwas rockiger angeschlagen als sonst, während der Overdrive-Gitarreneffekt etwas stärker aufgedreht war. Und dann passierte es einfach. Eher zufällig lief das Aufnahmegerät mit. Zum Glück! Denn das Ergebnis klingt überraschend frisch und mitreißend, finde ich. Hört einfach mal rein!

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

These silent fireworks

Den Song „Painter`s point of view“ habe ich an einem Sommerabend des Jahres 2015 ganz spontan nach einem Besuch der Ständigen Sammlung des Essener Folkwang-Museums geschrieben. Inspiriert hatte mich insbesondere der Farbenrausch der impressionistischen und expressionistischen Bilder. Der Refrain des Songs geht so: „Life seems so beautiful, totally new. This is my painter`s point of view“. Ich glaube damit wollte ich zum Ausdruck bringen, dass die Künstlerinnen und Künstler mit ihren Bildern eine hoffnungsvoll-bunte Sichtweise der Welt erschaffen und damit dem grauen Alltag einen farbenfroheren Anstrich verpassen.

Der Duisburger Innenhafen – so wie die Künstlerin Mira Teichmann ihn sieht.

Die Zeilen „All kinds of colors, swirling around. Impossible beauty is what I have found“ stehen für die sehnsuchtsvoll-utopische Stimmung, die ich an diesem besonderen Abend beim Gang durch die Museumshallen empfand. Für die knallige Buntheit der Bilder habe ich im Songtext außerdem die Metapher „these silent fireworks“ erfunden.

An diese „stillen Feuerwerke“ musste ich in letzter Zeit wieder häufiger denken, weil ich eine Duisburger Freundin habe, die sich seit einigen Wochen in einen regelrechten Malrausch hineingesteigert hat. Alle paar Tage schickt sie mir ein Foto mit dem neuesten ihrer meist strahlend-bunten Bilder. Und so kamen wir auf die Idee, in diesem Blog mal beides miteinander zu verbinden: Songs von Oh Sun! und zeitgenössische Kunst. Hört also hier einen aktuellen Proberaummitschnitt von „Painter`s point of view“ und schaut euch dazu ein brandneues Bild von Mira Teichmann an!

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug


Painter`s point of view (Text + Musik: Roland Grimm)

Blur full of beauty,
in my empty room
Looks so impressive
when colors start to bloom.

Girls bathe in bright light,
flashing the flesh
It`s all so different,
Chicks playing chess

Life seems so beautiful, totally new
This is my painter`s point of view.

Shimmering shadows
and darkness in town
These silent fireworks,
watched with a frown

All kinds of colors,
swirling around
Impossible beauty
is what I have found

Life seems so beautiful, totally new
This is my painter`s point of view

Ravens on rooftops
Death behind doors
Still life of flowers
Once it was yours
Sleep in the sickbay
Work at the quay
Try to forget yesterday

Blur full of beauty,
in my empty room
Looks so impressive
when colors start to bloom

Girls bathe in bright light,
flashing the flesh
It`s all so different,
Chicks playing chess

Life seems so beautiful, totally new
This is my painter`s point of view

© 2015 Roland Grimm

Knalliger Kipppunkt

Schon lange keine neue Version von „Kipppunkt“ mehr veröffentlicht. Hier kommt eine rockig-rotzige Version, die wir schon letzte Woche im Proberaum live mitgeschnitten haben.

Kipppunkt: Dann ist die Erde zwar noch rund, doch meine heile Welt im Schwund.  Foto: Pixabay

Ich hatte die Aufnahme zunächst verworfen, weil ich in der ersten „Bridge“ bei einem Akkordwechsel krass daneben gegriffen habe. Heute habe ich noch mal reingehört und bin ins Grübeln gekommen. Okay, es bleibt ein kleiner peinlicher Patzer. Aber hey: Die Aufnahme „knallt“ ansonsten, und Jürgen spielt einen perfekten Schlagzeugpart. Also raus damit!


An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Resterampe

Bevor wir uns in die musikalische Osterruhe zurückziehen, haue ich hier noch mal auf die Schnelle zwei Proberaum-Mitschnitte raus. Sie stammen aus unseren Akustiksessions der letzten beiden Wochen. Nach Ostern folgt dann wahrscheinlich die Wiederauferstehung der E-Gitarre!

Hier kommt eine Version von „Wenn du mir nicht aus dem Weg gehst“, die wir letzte Woche aufgenommen haben:

Und hier eine sehr ruhige, langsame Version unseres Klassikers „Wall of sound“:

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + Akustik-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Akustischer Kipppunkt

Hier noch ein Nachschlag zu unserem letzte Woche begonnenen Akustik-Gitarren-Intermezzo. Der Song „Kipppunkt“ ist bei dieser Spontan-Improvisation schon etwas schleppender geraten als bei den vorherigen Aufnahmen. Es fehlt der treibende „Motown-Beat“. Dafür kommt der Gitarrenriff – trotz Einsatz der Akustischen statt E-Gitarre – fast noch mehr zur Geltung. Aufgenommen am letzten Freitag. Corona-bedingt leider weiterhin nur mit 50 Prozent der Oh Sun!-Besetzung.

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + Akustik-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Acoustic again

Die Pandemie macht sentimental. Man denkt an die „guten alten Zeiten“, und manchmal führt das sogar zu guten Ideen. Letzten Freitag habe ich das erste Mal seit Jahren wieder meine akustische Gitarre und den dazugehörigen Akustikverstärker in den Proberaum geschleppt.

So jung kommen wir nicht mehr zusammen: Thomas, Jürgen, ich und die Akustische im August 2016.

Back to the roots sozusagen. Nur Jürgen am Schlagzeug und ich mit der Akustischen – so fing das mit Oh Sun! mal an. Und wie klingt das im März 2021? Hört die Aufnahme von „Help find the way“, die wir bei der letzten Probe gemacht haben.

Und hier auch noch die erste Annäherung an eine Bandversion des neuen Songs „Guitar Goddess“. Ebenfalls am Freitag spontan mitgeschnitten.

An den Aufnahmen waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + Akustik-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Me and Mr. T

Hier geht es ja zu wie in einem Taubenschlag“, werdet ihr vielleicht denken. „Schon wieder was Neues auf unserem Lieblingsblog? Das kennen wir in dieser Frequenz ja gar nicht!“ Das stimmt – muss ich einräumen. Im Augenblick herrscht hier rege Betriebsamkeit, und deshalb fliegt euch ein Song nach dem anderen um die Ohren.

Drums per Master-Keyboard: Hier lässt Thomas mal wieder den Korg knallen!

Apropos Taubenschlag: Es ist „An einem Samstag in der Stadt“ – der Song mit den Tauben –, den ich euch heute in einer alternativen Version präsentieren kann. Über die Weihnachtstage war ich alleine im Proberaum und habe das Stück solo mit Gitarre aufgenommen. Nun hat Thomas in seinem Heimstudio drei Instrumente hinzugefügt: Bass, Drums und eine zweite Gitarre.

Wie er das mit den Drums gemacht hat, seht ihr oben im Video. Trotz der drei Zusatzinstrumente ist es übrigens – im Vergleich zur ursprünglichen Rock-Version – eine eher träumerischere Interpretation geblieben. Doch hört selbst:

Und hier zum Vergleich meine ursprüngliche Solo-Version:

An der ersten Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre + Bass + Drums
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre

„History“ (with Magic T)

Hier kommt Thomas` zweiter Streich: Nach der gelungenen Premiere beim Weihnachts-Post hat unser Leadgitarrist in seinem Corona-Homestudio erneut eine unserer rohen Proberaumaufnahmen veredelt.

Multiinstrumentalist Thomas in seinem Homestudio.

Jürgen und ich hatten Mitte Januar eine etwas langsamere, zugleich aber rockigere Version von „History“ nur mit Schlagzeug und Rhythmusgitarre aufgenommen. Magic T hat dann zuhause eine zweite E-Gitarren- sowie eine Bass-Spur hinzugefügt. Wie das klingt, hört ihr hier:

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre + Bass
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Oh Sun! im Advent

Die Bandmitglieder – zuhause in der Vorweihnachtszeit: Roland Grimm, Jan Gaža, Jürgen Langer, Thomas Auth (von links oben im Uhrzeigersinn).

Es ist eine seltsame Zeit – nicht nur diese Tage vor Weihnachten, sondern das gesamte Jahr. „20-20: Klingt gut, kann kommen“, hatte ich am Silvesterabend 2019 gedacht. Und dann das!

Auch für unsere Band Oh Sun! war es eine seltsame Zeit. Noch Anfang März, nachdem wir erste Konzerttermine vereinbart hatten, waren wir guter Hoffnung, 2020 so häufig wie nie zuvor auf Live-Bühnen stehen zu können. Die Konzerte fielen dann alle aus.

Schlimmer noch: Nachdem Corona auch Deutschland erreicht hatte, standen wir nicht mal mehr zusammen im Proberaum. Es klingt krass, stimmt aber: In den letzten neun Monaten haben sich die vier Bandmitglieder von Oh Sun! kein einziges Mal gemeinsam in einem Raum aufgehalten. Infektionstechnisch vorbildlich, aber auch traurig.

Gemeinsam Musik zu machen, ist unter diesen Umständen natürlich schwer. Aber nicht unmöglich! Zu zweit haben Drummer Jürgen und ich in den vergangenen Monaten ja trotz allem noch relativ regelmäßig geprobt. Sogar zwei neue Songs sind bei diesen Sessions entstanden („Andere Zeit“ + „Kipppunkt“). Gar keine schlechte Ausbeute für so ein Seuchenjahr!

Bei unseren Duo-Proben ließen wir auch gelegentlich das Aufnahmegerät mitlaufen. Das erwies sich im Nachhinein als Glücksfall. Denn so konnte ich zwei dieser Aufnahmen vor ein paar Wochen unserem Leadgitarristen Thomas mailen. Eigentlich nur so – zur Kenntnis. Insofern war es für mich eine unerwartete, vorweihnachtliche Bescherung, als Thomas diese Aufnahmen einige Zeit später zurückmailte – ergänzt um wunderschöne Leadgitarrenspuren, Basslinien (das Instrument hatte er zwischenzeitlich auch noch gelernt!) und etwas Background-Gesang, direkt aus dem heimischen Wohnzimmer!

An dieser Bescherung wollen wir euch teilhaben lassen! Die Advents-Versionen von „He´s her lover“ und „Can´t get you“ könnt ihr euch weiter unten nun anhören. So gibt es am Ende dieses Jahres also doch noch eine – zumindest digitale – Wiedervereinigung der Band. Nur Bassist Jan konnte aus technischen Gründen leider nicht daran teilnehmen.

Aber es gibt ja mittlerweile Gründe zur Hoffnung, dass die Zeit der Trennung 2021 irgendwann ganz beendet sein wird. „I’ve got a feeling twenty-one is going to be a good year“, sang Roger Daltrey schon 1969 auf dem Who-Album „Tommy“. Nehmen wir das als gutes Omen. In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und eine erfolgreiche Impfung. We`ll meet again!

Hier die Aufnahme von „He´s her lover“:

Und hier „Can´t get you“:


An den Aufnahmen waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre + Bass + Background-Gesang
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug