Knalliger Kipppunkt

Schon lange keine neue Version von „Kipppunkt“ mehr veröffentlicht. Hier kommt eine rockig-rotzige Version, die wir schon letzte Woche im Proberaum live mitgeschnitten haben.

Kipppunkt: Dann ist die Erde zwar noch rund, doch meine heile Welt im Schwund.  Foto: Pixabay

Ich hatte die Aufnahme zunächst verworfen, weil ich in der ersten „Bridge“ bei einem Akkordwechsel krass daneben gegriffen habe. Heute habe ich noch mal reingehört und bin ins Grübeln gekommen. Okay, es bleibt ein kleiner peinlicher Patzer. Aber hey: Die Aufnahme „knallt“ ansonsten, und Jürgen spielt einen perfekten Schlagzeugpart. Also raus damit!


An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Resterampe

Bevor wir uns in die musikalische Osterruhe zurückziehen, haue ich hier noch mal auf die Schnelle zwei Proberaum-Mitschnitte raus. Sie stammen aus unseren Akustiksessions der letzten beiden Wochen. Nach Ostern folgt dann wahrscheinlich die Wiederauferstehung der E-Gitarre!

Hier kommt eine Version von „Wenn du mir nicht aus dem Weg gehst“, die wir letzte Woche aufgenommen haben:

Und hier eine sehr ruhige, langsame Version unseres Klassikers „Wall of sound“:

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + Akustik-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Akustischer Kipppunkt

Hier noch ein Nachschlag zu unserem letzte Woche begonnenen Akustik-Gitarren-Intermezzo. Der Song „Kipppunkt“ ist bei dieser Spontan-Improvisation schon etwas schleppender geraten als bei den vorherigen Aufnahmen. Es fehlt der treibende „Motown-Beat“. Dafür kommt der Gitarrenriff – trotz Einsatz der Akustischen statt E-Gitarre – fast noch mehr zur Geltung. Aufgenommen am letzten Freitag. Corona-bedingt leider weiterhin nur mit 50 Prozent der Oh Sun!-Besetzung.

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + Akustik-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Acoustic again

Die Pandemie macht sentimental. Man denkt an die „guten alten Zeiten“, und manchmal führt das sogar zu guten Ideen. Letzten Freitag habe ich das erste Mal seit Jahren wieder meine akustische Gitarre und den dazugehörigen Akustikverstärker in den Proberaum geschleppt.

So jung kommen wir nicht mehr zusammen: Thomas, Jürgen, ich und die Akustische im August 2016.

Back to the roots sozusagen. Nur Jürgen am Schlagzeug und ich mit der Akustischen – so fing das mit Oh Sun! mal an. Und wie klingt das im März 2021? Hört die Aufnahme von „Help find the way“, die wir bei der letzten Probe gemacht haben.

Und hier auch noch die erste Annäherung an eine Bandversion des neuen Songs „Guitar Goddess“. Ebenfalls am Freitag spontan mitgeschnitten.

An den Aufnahmen waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + Akustik-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Me and Mr. T

Hier geht es ja zu wie in einem Taubenschlag“, werdet ihr vielleicht denken. „Schon wieder was Neues auf unserem Lieblingsblog? Das kennen wir in dieser Frequenz ja gar nicht!“ Das stimmt – muss ich einräumen. Im Augenblick herrscht hier rege Betriebsamkeit, und deshalb fliegt euch ein Song nach dem anderen um die Ohren.

Drums per Master-Keyboard: Hier lässt Thomas mal wieder den Korg knallen!

Apropos Taubenschlag: Es ist „An einem Samstag in der Stadt“ – der Song mit den Tauben –, den ich euch heute in einer alternativen Version präsentieren kann. Über die Weihnachtstage war ich alleine im Proberaum und habe das Stück solo mit Gitarre aufgenommen. Nun hat Thomas in seinem Heimstudio drei Instrumente hinzugefügt: Bass, Drums und eine zweite Gitarre.

Wie er das mit den Drums gemacht hat, seht ihr oben im Video. Trotz der drei Zusatzinstrumente ist es übrigens – im Vergleich zur ursprünglichen Rock-Version – eine eher träumerischere Interpretation geblieben. Doch hört selbst:

Und hier zum Vergleich meine ursprüngliche Solo-Version:

An der ersten Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre + Bass + Drums
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre

„History“ (with Magic T)

Hier kommt Thomas` zweiter Streich: Nach der gelungenen Premiere beim Weihnachts-Post hat unser Leadgitarrist in seinem Corona-Homestudio erneut eine unserer rohen Proberaumaufnahmen veredelt.

Multiinstrumentalist Thomas in seinem Homestudio.

Jürgen und ich hatten Mitte Januar eine etwas langsamere, zugleich aber rockigere Version von „History“ nur mit Schlagzeug und Rhythmusgitarre aufgenommen. Magic T hat dann zuhause eine zweite E-Gitarren- sowie eine Bass-Spur hinzugefügt. Wie das klingt, hört ihr hier:

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre + Bass
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Oh Sun! im Advent

Die Bandmitglieder – zuhause in der Vorweihnachtszeit: Roland Grimm, Jan Gaža, Jürgen Langer, Thomas Auth (von links oben im Uhrzeigersinn).

Es ist eine seltsame Zeit – nicht nur diese Tage vor Weihnachten, sondern das gesamte Jahr. „20-20: Klingt gut, kann kommen“, hatte ich am Silvesterabend 2019 gedacht. Und dann das!

Auch für unsere Band Oh Sun! war es eine seltsame Zeit. Noch Anfang März, nachdem wir erste Konzerttermine vereinbart hatten, waren wir guter Hoffnung, 2020 so häufig wie nie zuvor auf Live-Bühnen stehen zu können. Die Konzerte fielen dann alle aus.

Schlimmer noch: Nachdem Corona auch Deutschland erreicht hatte, standen wir nicht mal mehr zusammen im Proberaum. Es klingt krass, stimmt aber: In den letzten neun Monaten haben sich die vier Bandmitglieder von Oh Sun! kein einziges Mal gemeinsam in einem Raum aufgehalten. Infektionstechnisch vorbildlich, aber auch traurig.

Gemeinsam Musik zu machen, ist unter diesen Umständen natürlich schwer. Aber nicht unmöglich! Zu zweit haben Drummer Jürgen und ich in den vergangenen Monaten ja trotz allem noch relativ regelmäßig geprobt. Sogar zwei neue Songs sind bei diesen Sessions entstanden („Andere Zeit“ + „Kipppunkt“). Gar keine schlechte Ausbeute für so ein Seuchenjahr!

Bei unseren Duo-Proben ließen wir auch gelegentlich das Aufnahmegerät mitlaufen. Das erwies sich im Nachhinein als Glücksfall. Denn so konnte ich zwei dieser Aufnahmen vor ein paar Wochen unserem Leadgitarristen Thomas mailen. Eigentlich nur so – zur Kenntnis. Insofern war es für mich eine unerwartete, vorweihnachtliche Bescherung, als Thomas diese Aufnahmen einige Zeit später zurückmailte – ergänzt um wunderschöne Leadgitarrenspuren, Basslinien (das Instrument hatte er zwischenzeitlich auch noch gelernt!) und etwas Background-Gesang, direkt aus dem heimischen Wohnzimmer!

An dieser Bescherung wollen wir euch teilhaben lassen! Die Advents-Versionen von „He´s her lover“ und „Can´t get you“ könnt ihr euch weiter unten nun anhören. So gibt es am Ende dieses Jahres also doch noch eine – zumindest digitale – Wiedervereinigung der Band. Nur Bassist Jan konnte aus technischen Gründen leider nicht daran teilnehmen.

Aber es gibt ja mittlerweile Gründe zur Hoffnung, dass die Zeit der Trennung 2021 irgendwann ganz beendet sein wird. „I’ve got a feeling twenty-one is going to be a good year“, sang Roger Daltrey schon 1969 auf dem Who-Album „Tommy“. Nehmen wir das als gutes Omen. In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und eine erfolgreiche Impfung. We`ll meet again!

Hier die Aufnahme von „He´s her lover“:

Und hier „Can´t get you“:


An den Aufnahmen waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre + Bass + Background-Gesang
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug

Heavy „Painter`s Point of View“

Heute mache ich es mal ganz kurz und schmerzlos: Weiter unten findet ihr eine etwas „lärmigere“ Version unseres Songs Painter`s point of view. Aufgenommen am letzten Freitag im Proberaum.

Selbstbildnis: Ich im Bett.

An der Live-Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug + überraschende Gesangseinlage im letzten Refrain


Painter`s point of view (Text + Musik: Roland Grimm)

Blur full of beauty,
in my empty room
Looks so impressive
when colors start to bloom.
Girls bathe in bright light,
flashing the flesh
It`s all so different,
Chicks playing chess

Life seems so beautiful, totally new
This is my painter`s point of view.

Shimmering shadows
and darkness in town
These silent fireworks,
watched with a frown
All kinds of colors,
swirling around
Impossible beauty
is what I have found

Life seems so beautiful, totally new
This is my painter`s point of view

Ravens on rooftops
Death behind doors
Still life of flowers
Once it was yours
Sleep in the sickbay
Work at the quay
Try to forget yesterday

Blur full of beauty,
in my empty room
Looks so impressive
when colors start to bloom
Girls bathe in bright light,
flashing the flesh
It`s all so different,
Chicks playing chess

Life seems so beautiful, totally new
This is my painter`s point of view

© 2015 Roland Grimm

Wir können auch (noch) anders!

In den letzten Wochen sind unsere Proben – trotz reduzierter Zwei-Mann-Besetzung – irgendwie lauter geworden. Die Gitarre verzerrter, das Schlagzeug härter. Wie ist das nun wieder zu deuten? Handelt es sich um Corona-Frustbewältigung? Oder ist die breitbeinige Schweinerock-Attitüde eine unbewusste Reaktion auf die unbefriedigende Situation, dass unser Lead-Gitarrist Thomas schon seit so langer Zeit nicht mehr dabei sein kann?

Immer wieder freitags: In dieser Werkstatt verrichten wir unser musikalisches Handwerk.

Für mich als Rhythmusgitarrist fühlt es sich jetzt zweifellos anders an. Ohne das veredelnde Sound-Finish unseres feinfühligen Saitenvirtuosen stehe ich viel „nackter“ da. Man hört alles, was ich mir da so zusammenspiele! Wo filigrane Solis eingeplant waren, klafft nun eine songdramaturgische Lücke. Das beruhigende Gefühl, einen versierten Instrumentalisten an seiner Seite zu wissen, fehlt bis auf Weiteres. Wäre es da nicht verständlich, wenn wir die Flucht nach vorne ergreifen – lauter und aggressiver spielen?

Doch überlassen wir derlei Spekulationen den Psychologen. Und überhaupt: Wir können ja auch noch anders. Bei der gestrigen Probe haben wir unseren alten Rock-Kracher „Had a kind of vision“ jedenfalls in einer ziemlich entspannten Version gespielt. Diese Interpretation bietet zudem eine Premiere: Jürgen singt! Wenn auch nur ganz am Ende. Hear it now!

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug


Had a kind of vision (Text + Musik: Roland Grimm)

Had a kind of vision
Made a decision
Had a kind of vision
Made a decision

Tried to come alone up to the top
Bought a winner mask from carnival shop
Tried to avoid dirty jobs, just like a snob
Went a bit too far and had to stop

Where will I go from here?
Where will I go from here?

Had a kind of vision
Made a decision
Had a kind of vision
Made a decision

Looked for a place to call my own
Hid myself under a wedding gown
Heard a man say: „Your`re in danger zone“
„Love has its price, you will need a loan“

Where will I go from here?
Where will I go from here?
Where will I go from here?
Where will I go from here?

Got me a guitar and stroked it with my hand
Dreamed of getting famous – in a Rock Band
Racked my brains – wrote words in the sand
Found a stupid slogan for a better land

Had a kind of vision (Made a decision)
Had a kind of vision (Made a decision)
Had a kind of vision (Made a decision)
Had a kind of vision

© 2015 Roland Grimm

Neue Freundin

Gestern wieder geprobt. Erneut als Rumpftruppe: Gitarre + Drums. Manchmal frage ich mich schon, was ich in diesen ereignislosen Corona-Zeiten eigentlich noch schreiben soll über die Band?

Da fällt mir ein, dass ich bisher verschwiegen habe, dass ich schon seit Sommer ´ne Neue habe! Sie ist ein Telecaster-Nachbau von Squier und quietsch-orange. Was soll ich sagen? Wir hatten schon viel Spaß zusammen …

Doch hört selbst: Hier kommen gleich zwei Aufnahmen von gestern Abend – „Wellen der Angst“ und „Andere Zeit“. Natürlich mit der Neuen – und mit einem stellenweise wie enthemmt trommelnden Jürgen!

Wellen der Angst

Andere Zeit

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug