Es geht immerzu weiter!

Heute mache ich es mal ganz kurz und knapp. Wir haben uns am Freitag im Proberaum noch mal an meine während der Pandemie entstandene neue Version von „Gedanken in Knäueln“ gewagt. Erstmals in voller Bandbesetzung. Das hörte sich so an:

Illustration von Mira Teichmann (www.kunstnet.de/MiraTeichmann).

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre
Jan Gaža: Bass
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

Frohes Neues!

Höchste Zeit für den letzten Blog-Eintrag des Jahres 2021. Zwei Jahre Pandemie liegen nun schon hinter uns. Und wenn die Prognosen der Zukunftsmodellierer sich bewahrheiten – was bisher eigentlich immer der Fall war – wird die nähere Zukunft auch nicht gerade rosig.

Zwei Jahre Corona, das hieß auch zwei Jahre keine Live-Auftritte für OhSun. Immerhin haben wir fast die ganze Zeit durchgeprobt – wenn auch nicht immer in voller Besetzung. Es sind neue Songs entstanden sowie neue Arrangements alter Songs. Unsere regelmäßige Freitagsprobe war vielleicht noch nie so wichtig wie heute: als emotionaler Rettungsanker und musikalischer Kraftspender in einer Zeit, die ansonsten – bei fast allem, was Spaß macht – zu zermürbendem Nichtstun zwingt.

Apropos Nichts: Liest eigentlich noch irgendwer diesen Blog? Gibt es da draußen OhSun-Fans? So genau wissen wir das nicht. Aber wir machen trotzdem einfach immer weiter. Weil es auch ohne Applaus Spaß macht! Mit Feedback wäre es aber natürlich noch schöner.

Und es gibt ja auch immer wieder etwas Neues. Nicht nur ein neues Jahr (für das ich euch hiermit alles Gute wünsche!), sondern auch sonst. Wir haben uns jetzt zum Beispiel ein neues Aufnahmegerät geleistet, mit dem wir mehrspurige Aufnahmen machen können, während wir alle zusammen als Band live spielen. Damit kann man dann zum Beispiel im Nachhinein noch den Gesang separat lauter einstellen oder eine zu dominante Gitarre etwas herunterregeln. Weiter unten findet ihr drei Songs zum Anhören, die wir bereits auf diese Weise im Proberaum mitgeschnitten haben.

Die Probe, bei der diese Aufnahmen entstanden sind, fand kurz vor Weihnachten statt. Passend zur besinnlichen Adventszeit hatten wir uns ausnahmsweise mal zu einer Akustik-Session verabredet. Also ohne E-Gitarren. Leider konnte unser Bassist Jan nicht dabei sein, der musste zum Boostern.

Der erste Song ist eine Unplugged-Version unseres Stückes „Guitar Goddess“. Das hatten wir im Proberaum mit einer Akustik-Gitarre (Thomas) und Schlagzeug (Jürgen) gespielt. Ich habe nur dazu gesungen. Thomas hat außerdem später von zu Hause aus noch eine Gitarrenspur hinzugefügt. So klingt das dann:

Der zweite Song ist „Had a kind of vision“. Den haben wir live mit zwei Akustik-Gitarren + Drums gespielt. Thomas hat dann noch ein Gitarrensolo als Overdub draufgelegt.

Und als dritten Song habe ich hier noch „History“. Diesmal doch mit E-Gitarre, allerdings nur als Overdub aus Thomas` Homestudio.

Volles Brett!

Zur E-Gitarre bin ich spät gekommen. Erst 2017 habe ich mir die erste gekauft (siehe Blog-Eintrag hier). Obwohl ich mit Effektgeräten insgesamt eher sparsam umgehe und bei vielen Songs weitgehend „clean“ spiele, haben sich auch bei mir mittlerweile einige dieser „Bodentreter“ angesammelt.

Diese vor jeder Probe immer wieder neu zu verkabeln und nach der Probe wieder abzubauen und in die Verkaufskartons zu verstauen, fand ich nun allmählich doch etwas lästig. Also musste mein erstes Pedalboard her! Klein aber fein (50 cm breit), ist es nun die neue Heimat meiner vier meistgenutzten Gitarrenpedale. Gegen das Board von Thomas (siehe Foto unten) kann ich damit natürlich nicht anstinken, aber wer weiß was noch kommt …

Pedaltechnisch bestens sortiert, haben wir bei unserer jüngsten Probe natürlich auch wieder Musik gemacht. Es gab sogar eine Premiere: Das erste Mal haben wir zusammen mit Thomas „Andere Zeit“ gespielt (mein „Corona-Song“). Wie das geklungen hat, könnt ihr euch hier anhören:

Auch an „But hey!“ haben wir weitergearbeitet. Es nimmt langsam Formen an! Hier die neueste Version von Freitagabend (nachdem ich ja schon letzte Woche eine veröffentlicht hatte):


An den Aufnahmen waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre (Lead)
Jan Gaža: Bass + Background-Gesang
Roland Grimm: E-Gitarre (Rhythmus) + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

Comeback come better!

Das Gute hat mit dem Schlechten gemeinsam, dass es oft unerwartet kommt: 20 lange Corona-Monate hatten wir ohne unseren Leadgitarristen Thomas auskommen müssen – doch Freitagabend stand er dann plötzlich vor der Proberaumtür. Schön war das Wiedersehen und noch schöner das Wieder-Zusammen-Musizieren. Endlich das Comeback von OhSun als Quartett, die beste Existenzform dieser Band!

Wiedersehen macht Freude: Jürgen, Thomas, Roland und Jan (v.l.n.r.).

Es war ein Neustart, der sich gleich vom Start weg wieder gut anfühlte – und gut anhörte (zumindest für uns). Ein paar der Stücke, die wir Freitag gespielt haben, habe ich aufgenommen, sodass ihr sie euch hier anhören könnt. Los geht es mit „An einem Samstag in der Stadt“, mein letzter neuer Song vor Corona:

Und hier „The Story of Elliot“, ein alter Song von Thomas, den er natürlich auch singt:

Mit „But hey!“ haben wir sogar ein Stück probiert, das Thomas noch nie gespielt hat, weil ich es erst vor ein paar Monaten geschrieben habe. Im Gegensatz zur bisher auf dieser Website veröffentlichten Version des Songs, haben wir bei diesem Proberaum-Mitschnitt übrigens etwas Entscheidendes verändert: In den Strophen gibt es keine Gitarren-Riffs mehr. Nur Bass und Drums machen den Sound. So wird der Song viel dynamischer! Doch hört selbst:

Die Probe begann übrigens auf Wunsch von Thomas mit unserer alten Nummer „Mit 200 Sachen (Durch ein Land der Extreme)“. Das hatten wir wirklich ewig nicht mehr gespielt! Diese Aufnahme ist ohne Bass, weil Jan am Freitag erst etwas später dazugekommen ist. Aber Thomas spielt sich schon mal warm:


An den Aufnahmen waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre (Lead) + Gesang bei „Elliot“
Jan Gaža: Bass + Background-Gesang
Roland Grimm: E-Gitarre (Rhythmus) + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

Hör mal wer da wummert!

Yipeeh! Jan is back! Nach langer Corona-Pause haben wir zumindest wieder zu dritt geprobt. Gitarre, Drums und nun auch endlich wieder Bass! Das klingt gleich viel mehr nach Band. Eine Dreiviertel-Band sozusagen – das letzte Viertel fehlt ja noch. Thomas, wo bleibst du?

Selfie unserer musikalischen Dreier-Koalition: Jan, Jürgen und Roland.

Natürlich müssen wir uns als Trio erst mal wieder etwas einspielen. Aller Neuanfang ist schwer. Aber Manches klingt auch schon ganz gut. So wie die neue Version von „Anziehend“, die wir in einer höheren Tonart als früher geprobt haben. Klingt irgendwie frischer! Den Proberaum-Mitschnitt von gestern Abend könnt ihr euch hier anhören.


An der Aufnahme waren beteiligt:
Jan Gaža: Bass + Background-Gesang
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

I had a dream!

Die Reunion von OhSun als „Viererbande“ lässt weiter auf sich warten – aber man darf ja träumen! Das dachte sich wohl auch meine Bekannte Mira Teichmann und hat kurzerhand ein sonniges Bild (eine Karikatur?) von OhSun auf der Bühne gemalt!

Jan, Roland, Jürgen und Thomas (v.l.n.r.) – gemalt von Mira Teichmann.

Die Kunst als Vorwegnahme der Realität? Hoffen wir es!

Erste gute Vorzeichen gibt es schon. Bassist Jan war nämlich zuletzt bereits zweimal wieder bei der Probe. And then there were three – das erste Mal seit etwa einem Jahr! Aber da geht hoffentlich bald noch mehr …

Gestern haben wir dann mal wieder nur zu zweit geprobt. Hier kommen zwei interessante Interpretationen von „Had a kind of vision“ (langsame Version) und „History“ (ganz besonders zart!), die dabei entstanden sind.

Had a kind of vision

History

An den Aufnahmen waren beteiligt:
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

Oh Sun rockt!

In seinem Heimstudio hat Thomas diese „Wall of sound“ aufgetürmt.

Im Mai habe ich an dieser Stelle eine ziemlich rotzige Version unseres Uralt-„Hits“ Wall of sound veröffentlicht, die Jürgen und ich spontan im Proberaum gespielt hatten. Die war schon ziemlich cool. Jetzt aber hat Thomas diesen Track noch mal gehörig aufgepeppt und in seinem Corona-Heimstudio eine zusätzliche E-Gitarrenspur und eine Bass-Spur hinzugefügt. Nun rockt das Teil erst richtig! Hört am besten gleich mal rein!

Ihr könnt das Stück übrigens auch downloaden. Ehrlich gesagt wusste ich bis vor Kurzem selbst nicht, dass das auf meiner Website geht:) Thomas hat mich erst kürzlich darauf aufmerksam gemacht: Einfach mit rechter Maustaste auf den Player drücken und dann „Audio speichern unter“ wählen.

Auf diese Weise könnte ihr die Stücke auf dieser Website auch über die heimische Stereoanlage hören (am besten über Kopfhörer!). Das macht nämlich durchaus einen Unterschied, auch wenn unsere Proberaummitschnitte natürlich grundsätzlich kein HiFi sind. Aber zum Beispiel der Bass auf der neuen Aufnahme von „Wall of sound“ kommt über eine vernünftige Anlage wirklich besser.

An der Aufnahme waren beteiligt:
Tomas Auth: E-Gitarre (Lead) + Bass
Roland Grimm: E-Gitarre (Rhythmus) + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

A quick one

Spontaner Energieausbruch bei der letzten Probe: Jürgen und ich haben eine Art Punk-Version von „Wall of sound“ rausgehauen! Ohne vorherige Absprache. Eigentlich habe ich nur die Anfangsakkorde etwas rockiger angeschlagen als sonst, während der Overdrive-Gitarreneffekt etwas stärker aufgedreht war. Und dann passierte es einfach. Eher zufällig lief das Aufnahmegerät mit. Zum Glück! Denn das Ergebnis klingt überraschend frisch und mitreißend, finde ich. Hört einfach mal rein!

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

These silent fireworks

Den Song „Painter`s point of view“ habe ich an einem Sommerabend des Jahres 2015 ganz spontan nach einem Besuch der Ständigen Sammlung des Essener Folkwang-Museums geschrieben. Inspiriert hatte mich insbesondere der Farbenrausch der impressionistischen und expressionistischen Bilder. Der Refrain des Songs geht so: „Life seems so beautiful, totally new. This is my painter`s point of view“. Ich glaube damit wollte ich zum Ausdruck bringen, dass die Künstlerinnen und Künstler mit ihren Bildern eine hoffnungsvoll-bunte Sichtweise der Welt erschaffen und damit dem grauen Alltag einen farbenfroheren Anstrich verpassen.

Der Duisburger Innenhafen – so wie die Künstlerin Mira Teichmann ihn sieht.

Die Zeilen „All kinds of colors, swirling around. Impossible beauty is what I have found“ stehen für die sehnsuchtsvoll-utopische Stimmung, die ich an diesem besonderen Abend beim Gang durch die Museumshallen empfand. Für die knallige Buntheit der Bilder habe ich im Songtext außerdem die Metapher „these silent fireworks“ erfunden.

An diese „stillen Feuerwerke“ musste ich in letzter Zeit wieder häufiger denken, weil ich eine Duisburger Freundin habe, die sich seit einigen Wochen in einen regelrechten Malrausch hineingesteigert hat. Alle paar Tage schickt sie mir ein Foto mit dem neuesten ihrer meist strahlend-bunten Bilder. Und so kamen wir auf die Idee, in diesem Blog mal beides miteinander zu verbinden: Songs von Oh Sun! und zeitgenössische Kunst. Hört also hier einen aktuellen Proberaummitschnitt von „Painter`s point of view“ und schaut euch dazu ein brandneues Bild von Mira Teichmann an!

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug


Painter`s point of view (Text + Musik: Roland Grimm)

Blur full of beauty,
in my empty room
Looks so impressive
when colors start to bloom.

Girls bathe in bright light,
flashing the flesh
It`s all so different,
Chicks playing chess

Life seems so beautiful, totally new
This is my painter`s point of view.

Shimmering shadows
and darkness in town
These silent fireworks,
watched with a frown

All kinds of colors,
swirling around
Impossible beauty
is what I have found

Life seems so beautiful, totally new
This is my painter`s point of view

Ravens on rooftops
Death behind doors
Still life of flowers
Once it was yours
Sleep in the sickbay
Work at the quay
Try to forget yesterday

Blur full of beauty,
in my empty room
Looks so impressive
when colors start to bloom

Girls bathe in bright light,
flashing the flesh
It`s all so different,
Chicks playing chess

Life seems so beautiful, totally new
This is my painter`s point of view

© 2015 Roland Grimm

Knalliger Kipppunkt

Schon lange keine neue Version von „Kipppunkt“ mehr veröffentlicht. Hier kommt eine rockig-rotzige Version, die wir schon letzte Woche im Proberaum live mitgeschnitten haben.

Kipppunkt: Dann ist die Erde zwar noch rund, doch meine heile Welt im Schwund.  Foto: Pixabay

Ich hatte die Aufnahme zunächst verworfen, weil ich in der ersten „Bridge“ bei einem Akkordwechsel krass daneben gegriffen habe. Heute habe ich noch mal reingehört und bin ins Grübeln gekommen. Okay, es bleibt ein kleiner peinlicher Patzer. Aber hey: Die Aufnahme „knallt“ ansonsten, und Jürgen spielt einen perfekten Schlagzeugpart. Also raus damit!


An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: Gesang + E-Gitarre
Jürgen Langer: Schlagzeug