Wohnzimmer Kunsthaus

Nach 2019 und 2024 hat OhSun letzten Montag bereits zum dritten Mal im Essener Kunsthaus gespielt. Und wieder einmal hat es sich sehr gut angefühlt! Wir fühlen uns dort einfach willkommen, und das Publikum ist immer sehr freundlich, aufmerksam und wertschätzend. Zusammen mit der netten Betreuung durch das Kunsthaus-Team entsteht eine Atmosphäre, in der zumindest wir uns so pudelwohl wie im eigenen Wohnzimmer fühlen.

Diesmal nur zur dritt: Auf der winzigen Kunsthausbühne hatte das – rein räumlich betrachtet – natürlich auch Vorteile.  Foto: Jutta Henkel

Dass sich der diesjährige Gig im Rahmen der „MontagTontag“-Reihe des Kunsthauses tatsächlich ein bisschen wie Nachhausekommen anfühlte, hat sicher auch mit dazu beigetragen, dass es ein ziemlich gutes OhSun-Konzert wurde. Und das, obwohl die Vorzeichen eigentlich eher schlecht standen: Mit Bassist Jan und Sängerin/Keyboarderin Andrea sind nämlich kurzfristig zwei Fünftel der Band krankheitsbedingt ausgefallen!

Als aus der Not geborenes Power-Trio konnten wir die Lücken aber ganz gut füllen und haben in der Besetzung Schlagzeug (Jürgen Langer), Lead-Gitarre (Thomas Auth) und Rhythmus-Gitarre (meine Wenigkeit) ein paar ziemlich knackige Versionen unserer Songs aus dem Hut gezaubert. Das kann man sogar beim Anhören der Audio-Mitschnitte erahnen, die mit einem kleinen Aufnahmegerät mitten im Publikum entstanden sind. „But hey!“ und „Gedanken in Knäueln“ beispielsweise klangen vielleicht noch nie so rockig wie an diesem Abend:

But hey!

Gedanken in Knäueln

Fotos (3): Martina Lichter

Recht hübsch rüber kam auch wieder unsere luftig-leichte Bossa-Nova-Version von „My love is going to stay“ – mittlerweile ein Highlight bei jedem OhSun-Konzert. So auch diesmal. Obwohl mit Jans groovendem Bass und Andreas Background-Vocals zwei musikalische I-Tüpfelchen schon ein wenig fehlten.

My love is going to stay

Zum Abschluss dieser kleinen Konzert-Nachlese möchte ich euch noch den Live-Mitschnitt von „Guitar Goddess“ ans Herz legen. Auch der rockt ziemlich! Unterm Strich kann man sagen: Es war wieder eine echt runde Sache im Kunsthaus, und wir hoffen, dort bald wieder auftreten zu dürfen – dann natürlich wieder zu fünft!

Guitar Goddess

Foto: Jutta Henkel

Wir sehen uns 2026!

Letzte Bandprobe im Dezember (ohne Jan): Scharf ist hier nur der Weihnachtsbaum.

Ein letztes Mal melde ich mich 2025 an dieser Stelle. Und auch das nur, um kurz darauf hinzuweisen, dass im ersten Halbjahr des kommenden Jahres immerhin schon zwei OhSun-Konzerttermine feststehen. Wer uns also schon immer schon mal live sehen (oder wiedersehen) wollte, sollte sich die folgenden Termine in den Kalender eintragen.

Am 9. März spielen wir zum mittlerweile dritten Mal im Kunsthaus Essen (Rübezahlstraße 33, 45134 Essen). Im Rahmen der Reihe „MontagTontag“ erwartet euch um 20 Uhr ein (rund) einstündiges Konzentrat des musikalischen OhSun-Universums.

Am 9. März heißt es endlich wieder „MontagTontag mit OhSun“!

Wahrscheinlich etwas länger wird unser geplanter Auftritt am 30. Mai im PLUS am Neumarkt dauern (Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort). Dort spielen wir im Rahmen der Konzertreihe „AUSGERUFEN“. Normalerweise beginnen die PLUS-Konzerte um 19 Uhr. Fix vereinbart sind Beginn und Dauer aber noch nicht. Schaut also am besten kurz vor dem Termin noch mal auf der Website des Veranstalters nach!

Am 30.Mai spielen wir im PLUS am Neumarkt (eigenes Foto von 2022).

Ich hoffe wir sehen uns bei einen der beiden Events oder bei anderen Konzerten, die sich im Laufe des nächsten Jahres hoffentlich noch ergeben. Aber jetzt wünsche ich euch erst einmal einen guten Rutsch ins neue Jahr! Vielleicht bis bald!

Vom Altar ins Stapeltor

Das Kirchenkonzert letzten Samstag in Niederwenigern war ein voller Erfolg. Tolle Location, tolles Publikum! Und ich glaube wir waren auch ganz gut drauf, trotz meines kratzigen Halses und den ungewohnten soundtechnischen Rahmenbedingungen an diesem sehr speziellen Ort (Kirchenhall!).

Soundbeispiele vom Konzert verkneife ich mir diesmal, da die Aufnahme doch arg verhallt klingt. Das Aufnahmegerät hoch oben auf der Orgelempore – quasi unterm Kirchendach – zu platzieren, war nicht so clever. Man lernt eben nie aus. Unten wo das Publikum saß, soll der Sound aber okay gewesen sein. Der Applaus war jedenfalls gewaltig!

Fotos: Stefanie E.

Vom evangelischen Altar geht es nun schon nächste Woche ins Stapeltor – Duisburgs soziokulturellem Zentrum zwischen Innenstadt und Innenhafen. Wie schon erwähnt, spielen wir dort am 9. Mai im Rahmen der Reihe „Boomer Get-together – Die Fete. Weitere Infos zu Ort und Zeit findet ihr in der Rubrik Konzerte. Wir freuen uns jedenfalls auf ein weiteres Konzert und hoffen, den Raum auf dem folgenden Foto halbwegs voll zu bekommen.

Nachtrag 25.05.2025:
Wie oben erwähnt, gibt es von unserem Kirchenkonzert in Niederwenigern zwar keine brauchbare Audio-Aufnahme, aber Stefanie E. hat dankenswerterweise ein Video von „Bartleby“ gemacht! Das reiche ich hiermit nach.

Vielleicht ein Liebeslied

Nach „The Story of Elliot“ im Januar präsentiere ich euch heute eine weitere Auth/Auth-Komposition. Bei „Vielleicht ein Liebeslied“ stammt die Musik wieder von unserem Lead-Gitarristen Thomas Auth, den Song-Text (siehe unten) hat erneut Gabriele Auth beigesteuert (https://gabiauth.com).

Probe zu dritt: Jürgen Langer, Thomas Auth, Roland Grimm (vl.nr.).

Eigentlich hat Thomas das Stück schon vor einiger Zeit angeschleppt, aber es dauerte eine Weile, bis wir als Band damit warm geworden sind. Vielleicht weil wir so jazzige Sachen bisher nicht gewohnt waren. Doch irgendwann hat es gefunkt, und jetzt lieben wir es, diesen Song zu spielen!

Die Aufnahme, die ihr hier hören könnt, haben wir Anfang Februar im Proberaum mitgeschnitten. Leider war an diesem Tag unser Bassist nicht da, deshalb hat Thomas im Home-Studio noch eine Bass-Spur hinzugefügt.

Zugabe! Zugabe!
Aber gerne doch: Bei derselben Probe ist uns auch noch diese nette Version von „Andere Zeit“ gelungen:

An den Aufnahmen waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre (Lead) + Bass (Overdub) + Gesang bei „Vielleicht ein Liebeslied“
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang bei „Andere Zeit“
Jürgen Langer: Schlagzeug


Vielleicht ein Liebeslied  (Musik: Thomas Auth, Text: Gabriele Auth)

Heilsarmeekapellenmädchen
Ohne Schuhe am Strand
Möwen schreien über ihr
Wolken ziehen ihre Bahn
Seh`n Heilsarmeekapellen-
Mädchen gar nicht an

Hilfsmatrose mit rotem Schal
Den Kopf voll Unsinn
Kommt durch den Sand
Sein Blick folgt den Wolken
Übers Meer, er träumt von
Timbuktu und Samarkand

Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie
Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie

Sie dreht sich um
Es berührt ihn ihr Blick
Holt ihn aus der Ferne zurück
Zögernd hebt sie die Hand
Stumm sieht er sie an
Sein Schal weht im Wind

Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie
Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie

Wo Meer und Möwen
Ein roter Schal und Blicke
Sich begegnen im Wind
Hände sprechen, Lippen seh`n
Zwei paar Füße
Im Tanz sich drehen.

Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie
Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie

High Four!

In den letzten Wochen haben wir als OhSun endlich wieder mit einer gewissen Kontinuität in Vollbesetzung geprobt. Also alle vier Mann an Bord: Bass, Drums, Lead- und Rhythmus-Gitarre. Derart besetzt, ist uns am Freitag letzte Woche diese knackige Version von „Too high to reach“ gelungen. Hört mal rein, es lohnt sich!

Bleibt zu hoffen, dass es so weitergeht, und wir uns bei den folgenden Freitagsproben ebenso regelmäßig „High Four!“ zurufen können. Dann gibt es hier bestimmt bald einen musikalischen Nachschlag!

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre (Lead)
Jan Gaža: Bass
Roland Grimm: E-Gitarre (Rhythmus) + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

Die Entdeckung der Langsamkeit

Zart-gehauchter Gesang, Zeitlupen-Beat: So intensiv und mystisch haben wir „Can`t get you“ noch nie zuvor gespielt. Was vor ein paar Wochen im Proberaum einer spontanen Eingebung von Jürgen (Drums) und mir entsprang, hat Thomas nun im Heimstudio mit Bass und hypnotischen Gitarrensounds noch einmal ordentlich aufgemotzt. Ein Hauch von Pink Floyd wabert da durch die Kopfhörer, mit denen man diesen Track bevorzugt hören sollte. Laut!

„I can`t get you – out of my mind!

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre (Lead) + Bass
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

OhSun goes Hip-Hop!

Foto: Pixabay

Wir hatten mal wieder eine Probe nur zu zweit:( Das einzig Gute daran: Da eine richtige Bandprobe so ohnehin nicht möglich ist, verfällt man eher mal in einen kreativen Experimentier-Modus. Und das kann dann richtig Spaß machen!

Diesmal habe ich mich mit Jürgen an unserer altehrwürdigen Super-Ballade „History“ vergriffen (Frevel!). Dabei haben wir das Stück einmal auf links gedreht. Herausgekommen ist eine Art Hip-Hop-Version oder zumindest das, was zwei Altrocker sich so unter Hip-Hop vorstellen.

Und so hört sich das dann an:

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug