Gelungener Re-Start

Kupferdreh hat sich als gutes Pflaster für die Wiedergeburt von OhSun als Live-Band erwiesen. Vier Jahre nach unserem letzten Konzert hatten wir zunächst mal ein Riesenglück mit dem Wetter. Publikum, Location und Sound passten dann ebenfalls.

But hey (live vorm KU28):

Vor dem Auftritt am 12. August hatte es wochenlang fast ununterbrochen geregnet, und auch am Konzerttag selbst mussten wir lange zittern, während wir immer wieder bange Blicke Richtung Himmel warfen. Unser Drummer hatte sein Schlagzeug bereits im Inneren des Bistro KU28 aufgebaut, dann klarte der Himmel etwa eine Stunde vor dem geplanten Auftritt doch noch auf. Oh Sun! Deutlich beschwingter als zuvor bauten wir unser Equipment nun wie ursprünglich geplant auf dem Parkplatz vorm KU28 auf. Open-Air!

Can`t get you (live vorm KU28):

Eine gute Entscheidung! Der Himmel blieb uns gewogen, die letzten Wolken verschwanden, und die beiden großen Sonnenschirme, die wir über unserem Bühnenbereich aufgespannt hatten, um Instrumente und Verstärker zumindest provisorisch vor plötzlichem Starkregen zu schützen, erwiesen sich nun als goldrichtig zur Abwehr der frühabendlichen Sonnenstrahlen, die uns auf einmal fast schon wieder zu intensiv ins Gesicht knallten.

Help find the way (live vorm KU28):

Strahlend war an diesem Abend auch unser Sound! Ab 18.30 Uhr beschallten wir die rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörer eineinhalb Stunden lang mit unserer Musik. Und ich behaupte jetzt mal: Sie haben ihr Kommen nicht bereut. So gut wie an diesem Abend haben wir aus meiner Sicht live noch nie geklungen!

Wenn du mir nicht aus dem Weg gehst (live vorm KU28):

17 Stücke – alles Eigenkompositionen – haben wir gespielt und mit unserem kleinen Aufnahmegerät natürlich auch aufgenommen. Und wenn ich euch hier nun fünf davon zum Nachhören präsentiere, muss ich hinzufügen: Die Auswahl fiel diesmal echt schwer, denn wir hatten noch etliche andere Highlights im Programm.

OhSun ist also wieder da, und zwar besser denn je. Vier Jahre Pause scheinen sich gelohnt zu haben! Aber Spaß beiseite: Wir hoffen schon, dass wir nun auch mal wieder häufiger Konzerte geben können. Wenn es diesbezüglich Neues gibt, erfahrt ihr es wie immer auf dieser Website.

Vielleicht (live vorm KU28):

P.S.: Für die Statistiker unter euch gibt es hier noch die komplette Setlist des Konzerts:

  1. Too high to reach
  2. Had a kind of vision
  3. Guitar Goddess
  4. History
  5. Vielleicht ein Liebeslied
  6. Wall of sound
  7. But hey!
  8. Andere Zeit
  9. My love is going to stay
  10. Can`t get you
  11. The Story of Elliot
  12. He`s her lover
    Zugaben:
  13. Painter`s point of view
  14. Help find the way
  15. Wenn du mir nicht aus dem Weg gehst
  16. That´s alright for me
  17. Vielleicht

Vom Sofa auf die Bühne!

OhSun wollen nicht mehr nur im Proberaum spielen.

Nach vierjähriger Corona-Pause ist es endlich so weit: Wir geben mal wieder ein Konzert! Wer OhSun noch nie live erlebt hat oder uns nach langer Zeit gerne mal wieder sehen und hören möchte, sollte sich diesen Termin ganz fett im Terminkalender anstreichen:

12. August 2023

Bistro KU28 in Essen-Kupferdreh

Konzertbeginn: 18 Uhr

Adresse: Prinz-Friedrichstraße 28b
(direkt hinterm S-Bahnhof Kupferdreh)

Bei schönem Wetter findet das Konzert draußen statt, bei Regen ziehen wir ins Bistro um. Der Eintritt ist frei! Der Hut geht herum (falls wir zwischenzeitlich noch einen auftreiben).

Also kommt massenhaft! So jung kommen wir nicht mehr zusammen. Wer weiß, wann es die nächste Möglichkeit gibt, OhSun live und in Farbe zu erleben. Wer weiß, wann die nächste Pandemie vor der Tür steht …

Im „Drei-Tiere“-Stadtteil Kupferdreh steigt am 12. August unser Bühnen-Comeback.

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Vielleicht ein Liebeslied

Nach „The Story of Elliot“ im Januar präsentiere ich euch heute eine weitere Auth/Auth-Komposition. Bei „Vielleicht ein Liebeslied“ stammt die Musik wieder von unserem Lead-Gitarristen Thomas Auth, den Song-Text (siehe unten) hat erneut Gabriele Auth beigesteuert (https://gabiauth.com).

Probe zu dritt: Jürgen Langer, Thomas Auth, Roland Grimm (vl.nr.).

Eigentlich hat Thomas das Stück schon vor einiger Zeit angeschleppt, aber es dauerte eine Weile, bis wir als Band damit warm geworden sind. Vielleicht weil wir so jazzige Sachen bisher nicht gewohnt waren. Doch irgendwann hat es gefunkt, und jetzt lieben wir es, diesen Song zu spielen!

Die Aufnahme, die ihr hier hören könnt, haben wir Anfang Februar im Proberaum mitgeschnitten. Leider war an diesem Tag unser Bassist nicht da, deshalb hat Thomas im Home-Studio noch eine Bass-Spur hinzugefügt.

Zugabe! Zugabe!
Aber gerne doch: Bei derselben Probe ist uns auch noch diese nette Version von „Andere Zeit“ gelungen:

An den Aufnahmen waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre (Lead) + Bass (Overdub) + Gesang bei „Vielleicht ein Liebeslied“
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang bei „Andere Zeit“
Jürgen Langer: Schlagzeug


Vielleicht ein Liebeslied  (Musik: Thomas Auth, Text: Gabriele Auth)

Heilsarmeekapellenmädchen
Ohne Schuhe am Strand
Möwen schreien über ihr
Wolken ziehen ihre Bahn
Seh`n Heilsarmeekapellen-
Mädchen gar nicht an

Hilfsmatrose mit rotem Schal
Den Kopf voll Unsinn
Kommt durch den Sand
Sein Blick folgt den Wolken
Übers Meer, er träumt von
Timbuktu und Samarkand

Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie
Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie

Sie dreht sich um
Es berührt ihn ihr Blick
Holt ihn aus der Ferne zurück
Zögernd hebt sie die Hand
Stumm sieht er sie an
Sein Schal weht im Wind

Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie
Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie

Wo Meer und Möwen
Ein roter Schal und Blicke
Sich begegnen im Wind
Hände sprechen, Lippen seh`n
Zwei paar Füße
Im Tanz sich drehen.

Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie
Und der Wind ruft Marie
Der Wind schweigt nie

The Story of Elliot

„The Story of Elliot“ beginnt auf Sizilien.  Foto: Pixabay

Letzte Woche ist uns im Proberaum eine gute Aufnahme von „The Story of Elliot“ gelungen, die ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten wollte. Das Stück ist ja schon seit einigen Jahren fester Bestandteil des OhSun-Repertoires, aber so gut wie hier klang es noch nie.

Der Song ist übrigens eine Co-Produktion aus dem Hause Auth. Die Musik hat sich unser Lead-Gitarrist Thomas Auth ausgedacht, der hier auch als Sänger auftritt. Der tolle Text stammt von Gabriele Auth (https://gabiauth.com). Viel Spaß beim Anhören und Lyrics mitlesen!

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre (Lead) + Gesang
Jan Gaža: Bass + Background-Gesang
Roland Grimm: E-Gitarre + Background-Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug


The Story of Elliot  (Musik: Thomas Auth / Text: Gabriele Auth)

Sicilian born in the year of 84
In Canicatti he dived into the light
He opened his eyes, didn`t realise that world is just a mess
When mommy cries while daddy tries to drown his dread in drink

At greenhouse little fingers needed to beware
He almost cut them off, when he found the axe
Blood dripped on the floor, little boy must learn to relax
When mommy cries while daddy tries to drown his dread in drink

He grew up, learned to love, to find a world inside
To paint his colours like a wizard at the wall
He looked around and realised even heaven is a mess
When mommy cries while daddy tries to drown his dread in drink

Burning mind of colour, radiant summerdream
Weird as a nightmare scene
Life is meant to flow – eternity is now
Life is meant to flow – eternity is now

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Eine gute Zeit!

OhSun wünscht ein besinnliches Fest.

Schon wieder ein Jahr vorbei. Das dritte Corona-Jahr! Das erste Kriegsjahr in der Ukraine. Es kommt mir so vor, als verginge die Zeit immer schneller. Ein Grund zum Jammern sollte das eigentlich nicht sein. Was gefühlt zu schnell vorbeigeht, kann so schlecht nicht gewesen sein. Für Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer waren die letzten zehn Monate wahrscheinlich die längsten ihres Lebens. Für uns hat sich erstmal nur das TV-Krisenprogramm geändert.

Okay, der Preisanstieg nervt. Aber seien wir doch froh, dass wir uns über so etwas noch aufregen können. Unweit von uns werden ganze Städte zerbombt, geschehen täglich schwerste Kriegsverbrechen. Das sind Sorgen! Wenn ich an das Morden in der Ukraine denke, empfinde ich Wut auf den Aggressor, aber (noch) keine Angst. Auch das zeigt mir, wie unbeteiligt ich (zum Glück) nach wie vor bin. Ich schaue als besorgter Zuschauer auf die Kampfzone – aus der Komfortzone.

Halten wir also fest: Es geht uns einstweilen relativ gut. In nächster Zeit droht hierzulande noch nicht der Weltuntergang. Ein frohes Weihnachtsfest scheint definitiv möglich. Und genau das möchte ich euch hiermit von ganzem Herzen wünschen – auch im Namen der gesamten Band OhSun!

Obwohl: Dieses „Frohe Weihnachten“ sagt sich so leicht daher und ist für viele trotzdem eher schwer zu verdauen. Schließlich ist das Weihnachtsfest auch in Deutschland für etliche Menschen nicht unbedingt eine gute Zeit, sondern eher eine, die man „gut zu überstehen“ hofft. Und wem der ganze Weihnachtszirkus ohnehin aufs Gemüt drückt, für den ist das ständige „Frohe Weihnachten!“ vermutlich schon Teil des Terrors.

Ich korrigiere mich daher an dieser Stelle und ersetze das christliche „Frohe Weihnachten“ besser durch ein universelles „Eine gute Zeit“. Ich wünsche euch also allen eine gute Zeit! Sowohl denen, die bei „Stille Nacht“ alljährlich in helle Verzückung geraten, als auch denen, die dem Fest (so wie ich) vergleichsweise gleichgültig gegenüberstehen.

Eine gute Zeit wünsche ich schließlich auch denen, die bei „O du fröhliche“ automatisch innerlich erstarren, aber dafür beispielsweise bei dem Song „Von leeren Herzen“ der legendären Mönchengladbacher Punkband EA80 sofort mit dem Kopf nicken würden. Kleine Textprobe daraus: „Es ist Weihnacht, niemand allein, in den Geschäften, niemand allein.“ Gefällt mir auch!

All denjenigen, die für die Weihnachtstage noch nach weiterer alternativer Musik suchen, empfehle ich übrigens die bereits 2006 erschienene EP-Collection „Songs for Christmas“ von Sufjan Stevens. Da ist wirklich alles drauf – von „Silent Night“ bis „That was the worst Christmas ever“ (Anspieltipp!).

Oder hört OhSun! Zum Beispiel die bisher rockigste Version unseres Stückes „But hey!“, die wir kürzlich im Proberaum mitgeschnitten haben und die ihr nun hier anhören könnt:


But hey!  (Text + Musik: Roland Grimm)

Easy-going is not your style
You see a danger every mile
There is a war between the haters
A war between the lovers too

While all your fears came and went
You sat there frozen, without a friend
You should come over
Come lace your shoes!

A lot of things can happen on your way
Bad things will happen, but hey!

To all lame folks, to all the resting
You need some courage investing
You fear infection?
Here`s your vaccine!

What are you waiting, my careful son?
What is to loose, that can`t be rewon?
There is a killer on the road
But that doesn`t matter

A lot of things can happen on your way
Bad things will happen, but hey!

A lot of things can happen today
There`s still some time to find your way
„There is a killer on the road“, Jim Morrison said
But hey!

Easy-going is not your style
You see a danger every mile
There is a war between the haters
A war between the lovers too

While all your fears came and went
You sat there frozen, without a friend
You should come over
Come lace your shoes!

A lot of things can happen on your way
Bad things will happen, but hey!

A lot of things can happen today
There`s still some time to find your way
„There is a killer on the road“, Jim Morrison said
But hey!

© 2021 Roland Grimm

High Four!

In den letzten Wochen haben wir als OhSun endlich wieder mit einer gewissen Kontinuität in Vollbesetzung geprobt. Also alle vier Mann an Bord: Bass, Drums, Lead- und Rhythmus-Gitarre. Derart besetzt, ist uns am Freitag letzte Woche diese knackige Version von „Too high to reach“ gelungen. Hört mal rein, es lohnt sich!

Bleibt zu hoffen, dass es so weitergeht, und wir uns bei den folgenden Freitagsproben ebenso regelmäßig „High Four!“ zurufen können. Dann gibt es hier bestimmt bald einen musikalischen Nachschlag!

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre (Lead)
Jan Gaža: Bass
Roland Grimm: E-Gitarre (Rhythmus) + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

OhSun auf Soundcloud

Hier kommt ein Nachtrag zur Chronik unserer kleinen Band – damit niemand behaupten kann, ich hätte an dieser Stelle etwas unterschlagen! Schon seit zwei Monaten nämlich kann man sich OhSun auch auf Soundcloud anhören! Ich habe dort eine Auswahl unserer Proberaum-Mitschnitte veröffentlicht – bisher 15 Tracks.

Die neueste Aufnahme ist gerade eben erst online gegangen, es handelt sich um eine alternative Version unseres Songs „But hey!“. Dieses Stück gibt es zur Abwechslung mal nicht hier zu hören, sondern nur exklusiv auf Soundcloud. Ihr findet es unter diesem Link. Wir freuen uns übrigens auch über „Likes“!

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Die Entdeckung der Langsamkeit

Zart-gehauchter Gesang, Zeitlupen-Beat: So intensiv und mystisch haben wir „Can`t get you“ noch nie zuvor gespielt. Was vor ein paar Wochen im Proberaum einer spontanen Eingebung von Jürgen (Drums) und mir entsprang, hat Thomas nun im Heimstudio mit Bass und hypnotischen Gitarrensounds noch einmal ordentlich aufgemotzt. Ein Hauch von Pink Floyd wabert da durch die Kopfhörer, mit denen man diesen Track bevorzugt hören sollte. Laut!

„I can`t get you – out of my mind!

An der Aufnahme waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre (Lead) + Bass
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug

„Hip-Hop“-Nachschlag

Rumpftruppe im Proberaum: Essens späte Antwort auf die Beastie Boys!

Das eigentlich nur aus der Not geborene Hip-Hop-Experiment (siehe Blogeintrag vom 27. Juni) hat so viel Spaß gemacht, dass wir nun auch unser Stück „Mit 200 Sachen“ in einer stark rhythmisierten Version aufgenommen haben. Damit es besser passt, habe ich auch die Gitarrenakkorde noch mal kräftig verändert.

Aufgenommen wurde der Song wieder nur von Jürgen (Drums) und mir im Proberaum, aber diesmal hat Thomas zu Hause noch eine Bass- und eine zusätzliche E-Gitarrenspur hinzugefügt. Das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen! Ich finde das Stück hat noch nie so genial gegroovt!

Einmal an der Arbeit, hat Thomas in seinem Heimstudio (siehe nebenstehendes Foto) auch gleich noch unsere Hip-Hop-Version von „History“ im Nachhinein mit einer zusätzlichen Bass- und E-Gitarrenspur veredelt.

Hier kommt nun aber erstmal unsere hip-hopige Version von „Mit 200 Sachen“. Da ich die Lyrics an einigen Stellen etwas gestrafft habe, findet ihr weiter unten auch noch mal den kompletten Text in der aktuellen Version.

Und hier könnt ihr euch die History-Version mit „voller Kapelle“ anhören:

An den Aufnahmen waren beteiligt:
Thomas Auth: E-Gitarre (Lead) + Bass
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug


Mit 200 Sachen  (Text + Musik: Roland Grimm)

Der Zug verlässt Köln, hat Fahrt aufgenommen
Ist fast bei 200 km/h angekommen
Gedanken von eben sind jetzt schon verschwommen
Erinnerung bleibt einfach auf der Strecke

Weit weg von Zuhause kann man prima abschalten
Der Geist registriert ganz neue Gestalten
Die hier im Waggon ihre Wesen entfalten
Man verliert sich in stiller Betrachtung

Mit 200 Sachen durch ein Land der Extreme
Mit schönen Frauen und Freaks
Für die ich mich manchmal schäme

Der Typ gegenüber wirkt irgendwie verloren
Mit Kopfhörern, riesig wie Elefantenohren
Das nächste große Ding steht auch schon vor den Toren
Nur mit Boxen unter`m Arm wird man noch cool sein

Das Mädchen da vorn, Sweet Little Sixteen
Sagt sie sei schwanger, will zu Hause auszieh´n
Doch ihr Kumpel hält das nur für einen Spleen
Und fragt: „Willste auch ne Dose Bier hab`n?“

Mit 200 Sachen durch ein Land der Extreme
Mit schönen Frauen und Freaks
Für die ich mich manchmal schäme

Ein Yuppie steigt in den Waggon ein
Und schaltet gleich als erstes seinen Laptop ein
Er tippt wie ein Irrer! Vielleicht ja nur zum Schein
Alle merken: Dieser Mann ist echt beschäftigt

Geschwätzig wie´n Waschweib ist der Zugbegleiter
Er labbert ohne Punkt und Komma weiter
Die Lautsprecherstimme klingt komisch, doch nicht heiter
Warum geht mein MP3-Player nicht lauter?

Mit 200 Sachen durch ein Land der Extreme
Mit schönen Frauen und Freaks
Für die ich mich manchmal schäme

Ein riesiger Typ mit langem schwarzen Mantel
Hält in der Hand, schwer wie eine Hantel
`Nen Fantasy-Schmöcker – Titel: „Die Tarantel“
Er verschlingt in einer Stunde hundert Seiten

Wagon, 1. Klasse, es kommt ein Tablett
Der Kellner, der dran hängt, ist irgendwie zu nett
`Ne Oma fragt, ob er `n` Piccolo hätt
Die Senioren-Gang hat heute was zu feiern

Mit 200 Sachen durch ein Land der Extreme
Mit schönen Frauen und Freaks
Für die ich mich manchmal schäme

Ein Blick aus dem Fenster: Wiesen und Lichter
Sieht aus wie gerakelt, von Gerhard Richter
Das endlose Sitzen geht mir auf den Trichter
Das Ziel der Reise kann nun nicht mehr weit sein

Der Zug wird plötzlich langsam, jetzt ist es soweit
Ich packe meine Sachen, es ist an der Zeit
Die Anderen sind nun von meinem Blick befreit
Alle gehen ihre Wege, ich geh` meinen

Mit 200 Sachen durch ein Land der Extreme
Mit schönen Frauen und Freaks
Für die ich mich manchmal schäme

© 2009/2022 Roland Grimm

OhSun goes Hip-Hop!

Foto: Pixabay

Wir hatten mal wieder eine Probe nur zu zweit:( Das einzig Gute daran: Da eine richtige Bandprobe so ohnehin nicht möglich ist, verfällt man eher mal in einen kreativen Experimentier-Modus. Und das kann dann richtig Spaß machen!

Diesmal habe ich mich mit Jürgen an unserer altehrwürdigen Super-Ballade „History“ vergriffen (Frevel!). Dabei haben wir das Stück einmal auf links gedreht. Herausgekommen ist eine Art Hip-Hop-Version oder zumindest das, was zwei Altrocker sich so unter Hip-Hop vorstellen.

Und so hört sich das dann an:

An der Aufnahme waren beteiligt:
Roland Grimm: E-Gitarre + Gesang
Jürgen Langer: Schlagzeug